Wing Chun / Wing Tsun (Selbstverteidigung & Kampfkunst)


Wing Tsun / Wing Chun

Wing Chun bedeutet grob aus dem chinesichen übersetzt „schöner Frühling“ und ist ein chinesischer Kampfkunststil.
In Europa wird häufig auch die Schreibweise Wing Tsun verwendet.

Über die Entsteheung des Wing Chun Stiles ranken sich viele Mythen und Legenden. Entwickelt wurde es jedoch über Hunderte von Jahren
und hat seine Wurzeln im südlichen China. Die meisten der heute in Deutschland bekannten Varianten des Wing Chun haben ihren Ursprung
in den Lehren des Kampfkünstlers Yip Man (1893–1972).

Wing Chun ist ursprünglich eine sehr direkte Kampfkunst, die sich wie Wasser ihr Ziel automatisch sucht.  
Eine Charakteristik von Wing Chun ist das Vorhandensein einiger weniger Prinzipien, die es zu verinnerlichen und im Verteidigungsfall,
automatisch abzurufen gilt. Wing chun ist daher eine äußerst wirkungsvolle Selbstverteidigung, deren Perfektionierung allerdings
Jahre dauern kann.

Im Wing Chun sind alle Schläge und Tritte auf ihre Wirkung hin maximiert. kompliziert Drehdtritte zum Kopf etc. wird man vergeblich suchen.
Die Bewegungen sind direkt, wie Wasser, dass sich seinen Weg automatisch sucht, sobald eine Lücke vorhanden ist.
 
Starre Muskelkraft wird nicht angewendet. Stattdessen soll durch Gewichtsverlagerung und Schritttechnik sowie automatischen peitschneartigen
Steckbewegungen die Elastizität des eigenen Bewegungsapparates genutzt werden, ohne dass auf Körperkraft gesetzt wird.

Wing Chun ist keine Wettkampfsportart, sondern eine reine Kampfkunst zum Zwecke effektivster Selbstverteidigung. Es gibt daher auch keine Regeln.
Der Gegner kann quais mit jedem Körperteil überall getroffen werden. Der Kampf findet in der Nahdistanz, der Distanz,
wo es zu einer Kontaktaufnahme kommt, statt.

Trainiert wird Wing Chun partnerschaftlich, damit die Partner ihre Fähigkeiten - wie auch im Aikido- miteinander entwickeln können. Eine zentrale
Rolle nimmt hierbei das Chi Sao ein, einer Art Gefühlstraining, was den taktilen Sinn stärken soll, um hierdurch gegenüber der reinoptischen
Wahrnehmung einen Vorteil im Kampf in der Weise zu erlangen, dass eben die Kräfte des Gegner erfühlt werden und der Wing Chun Kämpfer sich bietende
Lücken nicht sehen muss, sondern wie Wasser in diese "hineinfließt".

Der Stil wir jedoch von Kampfkunstschule zu Kampfkunstschule sehr unterschiedlich ausgelegt.

Weitere Infos auf den Seiten von WIKIPEDIA

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