Tai Chi (Taijiquan)
Tai Chi (Taijiquan)
Das Tai-Chi-Chuan wird von einigen auch chinesisches Schattenboxen genannt und ist eine im Kaiserreich China entwickelte Kampfkunst, die heutzutage zu den am häufigsten geübten Kampfkünsten zählt. In China ist Tai Chi ein Volkssport der in den Parks der Städte und überall auf dem Land meist in den Morgenstunden praktiziert wird. Geübt wird hierbei in langsamen, fließenden Bewegungen.
Ursprünglich war Taijiquan eine Kampfkunst für den bewaffneten oder unbewaffneten Nahkampf. In der Neuzeit wird es vor allem als allgemeines gymnastisches System der Bewegungslehre betrachtet, was förderlich für die Gesundheit sein soll und auch den Geist
stärken soll. Der Kampfkunstaspekt tritt hinter diesen Gegebenheiten immer mehr zurück beziehungsweise verschwindet bisweilen ganz. Nur ein kleiner Teil der Tai Chi Anhänger betreibt es in erster Linie als Kampfkunst zur Selbstverteidigung.
Die organisationsstruktur ist im Tai Chi sehr uneinheitlich. So gibt es allein in Deutschland zahlreiche Verbände, Schulen, Vereine und Einzellehrer. Im Jahre 2003 wurde in Deutschland der Deutsche Dachverband für Qigong und Taijiquan e. V. (DDQT) gegründet, um eine organisatorische Basis zu schaffen. Es gibt sowohl Basis-Übungen als auch Formen (feste Bewegungsabläufe, die im Tai Chi fliessend ineinander verlaufen) sowie Partnerübungen. Ein Graduierungssystem gibt es jedoch nicht.
Im Kampf angewendet, soll der Tai Chi-Kämpfer am Gegner "kleben bleiben", also den Kontakt halten. Der Körper soll spontan und natürlich reagieren und den Angriffen keinen Widerstand leisten, sondern die des Kraft des Gegners gegen ihn selbst wenden.
Näheres hierzu und zur historischen Entwicklung auf den Seiten von WIKIPEDIA.