Judo
Judo
Judo ist eine japanische Kampfsportart mit Hebe-, Wurf- und Bodentechniken. Judo ist japanisch und bedeutet sinngemäß "sanfter Weg",
wobei "ju" = sanft und "do" = Weg bedeutet. Prinzipien des Judos sind beispielsweise „Siegen durch Nachgeben“ und „maximale Effizienz durch Nutzung
von Geist und Körper".
Ursprünglich war Judo mal zur Selbstverteidigung gedacht. Die Vorläuferformen des Judo wurden Anfang des 20 Jahrhunderts
durch den Begründer des Judo,Jigoro Kano, für den Wettkampf angepasst.
Waffen-, Tritt- und Schlagtechniken sowie gefährliche Hebel wurden entfernt. Lediglich im alten Judo - dem Kodokan Judo - sind diese noch vorhanden.
Die verbliebenen Wettkampf-Techniken sind hauptsächlich Würfe (Nage Waza), Falltechniken (Ukemi Waza) und Bodentechniken (Katame Waza).
Die Wurzeln des Judo reichen bis ins Japan des achten Jahrhunderts zurück.In den damaligen Chroniken Japans gab es Beschreibungen von Ringkämpfen.
Ab 717 fanden am Kaiserhof alljährlich Veranstaltungen im Preisringen statt. An diesen nahmen Ringer aus allen Provinzen teil.
Die Bushi (japanischer Kriegerstand) griffen dieses Ringen auf und entwickelten daraus einen in voller Rüstung ausgeführten Ringerstil.
Dadurch dass das kulturelle Geschehen immer mehr vom Geist der Bushi bestimmt wurde,entstanden in dieser Zeit die die Ursprünge des Bushido,
des „Weg (do) des Kriegers“.
1964 in Tokio war Judo das erste mal bei den Olympischen Spielen als olympischer Sport zu sehen, wurde 1968 jedoch zunächst wieder aus dem olympischen
Programm gestrichen. Seit den Olympischen Spielen 1972 in München ist Judo jedoch beständige olympische Disziplin geworden.
Judo ist heute die am weitesten verbreitete Kampfsportart der Welt und wird in über 150 Ländern ausgeübt.
Judo-Techniken werden grob in vier Grundtypen eingeteilt:
- Nage Waza – Wurftechniken
- Katame/ Ne Waza – Bodentechniken
- Ukemi Waza – Falltechnik
- Atemi Waza – Schlagtechniken (Nur in den festgelegten Bewegungsabläufen: Kata)
Grob vereinfacht ausgedrückt ist Judo heute eine Zweikampf-Sportart mit dem Ziel, den Gegner durch Anwenden einer Technik
kontrolliert auf den Rücken zu werfen und dort zu halten.
Der Kampf geht auch am Boden weiter, wobei es prinzipiell zwei Möglichkeiten gibt, zu siegen. Erstens, den Gegner 25 Sekunden auf dem Rücken
liegend am Boden festhalten. Zweitens den Gegner durch einen Armhebel oder Würgegriff zur Aufgabe bringen.
Der nationale Verband in Deutschland ist der Deutsche Judobund (DJB) mit ca. 200.000 Mitgliedern. Der DJB ist somit der größte Kampfsportverband in
Deutschland überhaupt und hat die meisten aktiven Kapmfsportler.
Weitere Infos zur Historie, dem Regelwerk, Graduierungen und sonstiges bei Wikipedia.