Jiu Jitsu

Jiu Jitsu - die "sanfte, nachgebende Selbstverteidigung"

Jiu Jitsu bedeutet auf japanisch soviel wie „die sanfte, nachgebende Kunst“ und ist eine von den japanischen Samurai entwicklete waffenlose Kampfkunst und Selbstverteidigung, welche dann zum Einsatz kommen sollte, wenn dies bei einem Verlust oder bei einem Verbot der Hauptwaffen geboten war.

Ziel des Jiu Jitsu ist es, einen Angreifer möglichst schnell kampfunfähig zu machen. Eingesetzt werden sowohl Schläge, Tritte,als auch Würfe und Hebel sowie Würgetechniken.
 
Dabei soll beim Jiu Jitsu nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ verfahren werden und nicht Kraft gegen Kraft eingestzt werden. Jiu Jitsu wird auch als „ flexible Kunst“ bezeichnet, wobei hiermit gemeint ist, dass man seine Strategie abhängig vom Gegner fließend wechseln kann.

Im Jiu Jitsu erlernt ein Schüler zunächst die Grundschule (Schlag-, Stoß-, Tritt- und Beintechniken, Fallschule) Außerdem wird die Anwendung von Würfen, Hebeln und Bodenkampf unterrichtet.

Anfang 1900 kam die Kampfkunts dann nach Deutschland, wo durch die „Verwestlichung“ auch immer mehr Ringergriffe,  Boxschläge und Kraftanwendungen Eingang in das Jiu Jitsu fanden. Das Jiu Jitsu wurde dann in der Zeit vor dem ersten Weltkrie auch in der Polizei eingesetzt.

1922 fand im Berliner Sportpalast die erste deutsche Jiu Jitsu-Meisterschaft statt, welche Erich Rahn gewann und es wurden die ersten Jiu Jitsu-Clubs eröffnet. 1923 wurde von Erich Rahn der „Reichsverband für Jiu Jitsu“ – der heutige „Deutsche Jiu-Jitsu-Ring Erich Rahn e. V.“ – gegründet.

1982 wurde in Malente in  Schleswig-Holstein die Deutsche Jiu-Jitsu Union e.V. (DJJU) gegründet. Die DJJU ist ein Verband von Landesorganisationen im Sinne des Deutschen Sportbundes (DSB) und mit elf  Landesverbänden ein führender Fachverband für Jiu Jitsu in Deutschland.

Weiter infos zu der Historie und zu den einzelen Abwandlungen des Jiu Jitsu auf den Seiten von Wikipedia.

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